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Kolpingsfamilie Garmisch |
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Vereinsgeschichte___________________________________________________________________________________________
"Es ist mindestens genau so wichtige zu wissen woher man kommt, als zu wissen, wohin man geht!"
1888 Vereinsgründung
"Heute den 16. Dezember Ein Tausendachthundertachtundachtzig, erschienen im Gasthof zum Tutzingerhof in Garmisch Gewerbemeister und Gewerbegesellen, die anderswo einem katholischen Gesellenverein angehörten und solche, die einem beizutreten wünschen, um dahier einen gleichen Verein zum Wohle des Handwerkerstandes und eines jeden einzelnen in das Leben zu rufen." Mit diesen Worten beginn das Protokoll der Gründungsversammlung unserer Kolpingsfamilie (damals noch Gesellenverein). 16 Garmischer bezeugten mit ihrer Unterschrift die Gründung des neuen Vereins und traten diesem als Mitglieder bei. Bereits bei der ersten Versammlung wurde auch der Mitgliederbeitrag festgelegt er lag damals bei 3,40 Mark. Zum, ersten Senior des Gesellenvereins wurde der Hutmacher Wolfgang Gersthofer mit neun Stimmen gewählt.
1889-1891 Der Gesellenverein wird aktiv
Schon ein Jahr nach seiner Wahl verließ der Senior wieder den Garmischer Verein, um auf die Wanderschaft zu gehen. Da Bildung ein hohes Gut der Kolpingssöhne war eröffneten sie nur 14 Monate nach der Vereinsgründung eine Bibliothek. Das Ausleihen eines Buches kostete damals stolze 3 Pfennige. 1891 schließlich wagte man sich zum ersten Mal auf "die Bretter die die Welt bedeuten". Diese Leidenschaft ist auch heute noch bei vielen Anlässen zu sehen.
1892 Die erste Fahne
Bereits 1890 war ein Fahnenfond angelegt worden und nur ein Jahr später wurde bereits die Fahne bestellt. Die Weihe fand aber erst im Mai 1892 statt. Das feierliche Hochamt in der Pfarrkirche zelebrierte Hochwürdiger Herr Diözesanpräses Domkapitular Dr. Stigloher, der auch die Weihe der Fahne vornahm. Aus allen historischen Aufzeichnung spürt man die Begeisterung, den Stolz und auch die Freude über die neue Fahne. Der Schriftführer berichtet, sie hätte "stets Aufsehen erregt!"
1892-1896 Von Prinzregenten und Schnupftabakdosen
Als 1892 Ihre Königlichen Hoheiten Prinzregent Luitpold und dessen Sohn Prinz Ludwig nach Garmisch kamen wurde der Fahne eine besondere Ehre zu Teil. Der Prinzregent bewunderte die schöne Fahne des Gesellenvereins und erkundigte sich in "leutseliger Weise" nach dem Verein. Im Juni 1892 ging die erste Einladung für die Garmischer ein, sie sollten zum 40 Jährigen Stiftungsfest nach Innsbruck kommen. Neun Gesellen ließen sich nicht zweimal bitten und machten sich – zum grossteil zu Fuß – auf den Weg. Schon 1893 konnten die letzten Schulden für die Fahne, dank der zahlreichen Theateraufführungen, abbezahlt werden. 1896 wurden Vereinsschnupftabakdosen eingeführt, da man bereits damals der Auffassung war, dass Schnupfen gesünder sei als Rauchen!
1897 Partenkirchen: Vom Streit zur Patenschaft
Bei der Märzversammlung, die am Festtag des Hl. Josef abgehalten wurde, floss das Bier in Strömen und brachte die Stimmung zum Überlaufen. So entbrannte ein heftiger Streit zwischen den in Garmisch beschäftigten und jenen die in Partenkirchen ihren Dienst taten. Die Partenkirchener traten aus dem Verein aus, um in Partenkirchen einen eigenen zu gründen. Diese "Feindschaft" hat aber nicht lange gehalten, denn im gleichen Jahr übernahm der Gesellenverein Garmisch die Patenschaft für den Gesellenverein Partenkirchen.
1898-1913 Krankenunterstützung – 25. Stiftungsfest – "Vaterhaus in der Fremde"
Aufgrund eines Sonderbeschlusses wurde 1898 eine Krankenunterstützungskasse eingerichtet, deren monatlicher Beitrag 20 Pfennige betrug. Unterstützt wurde jedes Mitglied des Gesellenvereins, dass unverschuldet erkrankte mit 50 Pfennig am Tag. 1910 Zeigten die Garmischer Gesellen Flagge beim Katholikentag in Augsburg. Ein Jahr später übernahm man die Patenschaft für den Oberammergauer Gesellenverein. Um an den Feierlichkeiten Teil zu nehmen fuhr man mit Musik und Fahne mittels eines Stellwagens nach Oberammergau. 1913 feierte man das 25. Jährige Stiftungsfest und den 100. Geburtstag des Gesellenvaters Adolf Kolping.
1914 Der 1. Weltkrieg
Die letzte schöne Feier des Vereins war die Fahnenweihe des katholischen Jugendvereins Garmisch so kann man es dem "Kriegsprotokoll" entnehmen. Bald nach Kriegsbeginn wurden Mitglieder eingezogen und viele von ihnen blieben auf den "Feldern der Ehre". Der letzte Eintrag in die Chronik des Gesellenvereins stammt aus dem Jahr 1915.
1921-1925 Ein neuer Anfang
1921 nahm H.H. Präses Bogenrieder nach sechsjähriger Unterbrechung wieder die Arbeit auf. Doch der Krieg hatte die Menschen und die Arbeit stark verändert, es gab neue Herausforderungen für die Kolpingsöhne. 1922 standen die Garmischer stolz Pate beim 25. Stiftungsfest der Partenkirchener und noch im gleichen Jahr nahm eine große Abordnung am ersten Gesellentag in Köln teil. Seit 1924 gibt es ein wöchentliches Treffen der Gesellen, dies zeigt die große Verbundenheit und Liebe zum Verein. Um diese Treffen auch einmal in einem eigenen Heim durchführen zu können wurden ab 1925 Rücklagen für einen Heimbau getätigt. Das Jahr 1925 hatte Papst Pius IX. zum Heiligen Jahr ausgerufen, so pilgerten rund 1000 Gesellen nach Rom, auch etliche Garmischer waren darunter und erlebten unvergessliche Augenblicke in der ewigen Stadt. 1926 Eine neue Fahne
Nachdem die alte Fahne lang und treu dem Verein gedient hatte, war es an der Zeit eine neue Fahne zu beschaffen. Der Entwurf der Fahne die heute noch getragen wird (doch es soll bald eine neue geben) stammt von Malermeister Bickel. Bildhauer Franz Xaver Hutter hat die prächtige Fahnenstange geschnitten und Schlossermeister Franz Xaver Angerer fertigte die herrliche Spitze mit dem doppelten "G" (Gesellenverein Garmisch) an.
1927-1931 Ein großer Aufschwung
1927 wurden gleich zwei Bergtouren in Angriff genommen, die eine führte zur Sonnenspitze, die andere auf die Dreitorspitze. Ein Jahr später feierte man das 40. Stiftungsfest das mit einem festlichen Gottesdienst und einem großen Festzug begangen wurde. Im Jahr 1929 konnte der Chronist festhalten, dass 26 junge Männer der "Kolpingbruderschaft" hinzugefügt wurden. Damit zählte der Verein jetzt schon 58 aktive und 115 Ehrenmitglieder. 1930 wurde eine Übernachtungsherberge im Gasthof zur Traube geschaffen. Allein in diesem Jahr nahmen 1373 durchwandernde Gesellen die Herberge in Anspruch. Präses Hermann Mencke weihte am 31. Mai 1931 das neue Kolpingbanner, das ein Zeichen der Einheit des ganzen Kolpingwerkes sein soll.
1932-1939 Kolping unterm Hackenkreuz
Bereits 1932 richtete der Garmischer Gesellenverein einen offenen Brief an die NSDAP in dem es am Schluss heißt: "Unsere Zentrale ist nicht das Braune Haus in München, sondern die Minoritenkirche in Köln, unser Führer ist nicht Adolf Hitler, sondern Adolf Kolping." 1933 fand der erste deutsche Gesellentag in München statt, dieser wurde jedoch planmäßig von Seiten der NSDAP gestört, was zur Folge hatte, dass diese Veranstaltung vorzeitig abgebrochen werden musste. Im gleichen Jahr wurde der Gesellenverein offiziell in Kolpingsfamilie umbenannt. Seit 1936 durften sich die Mitglieder der Kolpingsfamilie nur noch unter Polizeiaufsicht treffen und das auch nur an "nichtöffentlichen Plätzen". 1938 Wurde die schöne Fahne und das Banner beschlagnahmt. Ein Jahr später traf man sich in der Kirche zum 50. Gründungsfest, ein öffentliches Auftreten war nicht mehr möglich. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges endet die Vereinsarbeit wieder, der Chronist schreibt: "Nur ein unsichtbares, geistiges Band inneren Zusammengehörens umschloss die Garmischer Gesellen, die der Wahnsinn des Krieges in alle Länder führte.
1945 Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr kommt von irgend wo ein Friemel her
Es war ein gutes Zeichen, dass gleich nach dem Zusammenbruch die ersten Kriegsheimkehrer H.H. Pfarrer Josef Bittel baten, die Arbeit der Kolpingsfamilie wieder aufnehmen zu dürfen. Am 15. August 1945 trat die Kolpingsfamilie zum ersten mal wieder öffentlich auf, es war dies der 100.Gedenktag der Gründung des Kolpingwerkes. Ein Glücksfall für die Kolpingsfamilie war, dass Studienprofessor Thomas Dankerl im Standortlazarett den jungen Erich Friemel entdeckte. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus und der Kriegsgefangenschaft übergab Pfarrer Bittel Kaplan Friemel das Amt des Präses. Dieser Neubeginn unter der Führung Friemels trug bald Früchte, denn bereits im Dezember wurden 30 neue Mitglieder aufgenommen.
1946 In hoc signo vinces: Das Alpspitzkreuz
Nachdem das alte Alpspitzkreuz einem Schneesturm zum Opfer gefallen war, machten sich zwei Garmischer Kolpingsöhne auf um – als Dank für die Heimkehr aus dem Krieg – ein neues Kreuz zu errichten. Es ist der Initiative von Kasper Jocher und Richard Weber zu verdanken, dass der Kolpingsfamilie die Patenschaft für das Kreuz hoch über Garmisch übertragen wurde. Am Sonntag dem 18. August versammelten sich 400 Gläubige um der Kreuzweihe durch Präses Erich Friemel beizuwohnen. "Zum Schluss dieses ersten Berggottesdienstes unter dem neuen Alpspitzkreuz erklang, umrahmt von einem Quartett der Garnmischer Musikkapelle, wie ein gewaltiges Lob und Dankgebet das "Großer Gott, wir loben dich" weit hinaus ins Land." 1946-1947 Martinsbrot und Ehrenpräses
Am Fest des Heiligen Martin wurde eine Hilfsaktion gegründet, die ein voller Erfolg wurde. 158 Kinder und Heimatvertriebene, Evakuierte und bedürftige Einheimische konnte zum Mittagessen eingeladen werden. 1947 ging beim Opfergang der Kolpingsfamilie 1650 Reichsmark ein die bedürftigen Heimatlosen und Einheimischen als Weihnachtsgeschenk übergeben wurden. Im gleichen Jahr übernahm die Kolpingsfamilie die Patenschaft für all die armen Kinder, die sich die Schulspeisung nicht leisten konnten. Der damalige Landrat Dr. Keßler bezeichnete unsere Kolpingsfamilie als "die Herzkammer der Gemeinde". In Würdigung seiner großen Verdienste um den Verein wurde Geistlicher Rat Josef Bittel zum Ehrenpräses ernannt. War er es doch, der in schweren Zeiten steht’s für Kolping und seine Ideale einstand!
1948 Ein Traum wird wahr: Ein eigens Heim
1948 ging der sehnlichste Wunsch der Kolpingsfamilie ein eigenes Heim zu besitzen in Erfüllung. Es lässt sich nicht mehr nachkonstruieren mit wie viel Liebe und Mühe die Garmischer ihr Vereinsheim errichteten. In einer Zeit voller Entbehrung und Not schafften es die Kolpingsöhne mit viel Idealismus, Opfergeist und handwerklichem Geschick eine prächtige Bleibe für sich und nachfolgende Generationen zu schaffen. Zum 60. Gründungsfest der Kolpingsfamilie wurde das Heim festlich eingeweiht. Bereits am Vorabend sorgten 50 Burschen dafür, dass eine imposante Bergfeuerkette ins Tal leuchtete. Von der Alpspitznordwand flimmerte ein mächtiger 60er und vom Kramergipfel strahlte das K-Zeichen in den sternenklaren Nachthimmel. Zum eigentlichen Jubeltag waren 600 Kolpingssöhne aus 20 Vereinen mit 18 Bannern und 11 Vereinsfahnen gekommen. Es war ein großes Fest, dessen Wirkung weit über diesen Tag hinausging.
1948-1958 Kolping wird mobil
Als 1948 unser Patenverein Murnau sein 70. Stiftungsfest beging, machten sich 24 Garmischer auf nach Murnau, die An- und Abreise erfolgte mit dem Lastwagen von Sepp Riedel. 1949 machten sich einige Garmischer – mit Wadlstrümpf und Tracht - auf nach Köln um dort den Gedenktag zu feiern. 1951 begannen die Kolpingsöhne das Faschingsschifahren am Kreuzeck. Ein Jahr später gründeten die Garmischer einen Gesellen Gesangsverein, dies lag nahe, da man bei Kolping immer gerne sang und noch immer singt. Nachdem im Jahr 1956 der Querbalken des Alpspitzkreuzes abbrach, wurden die Kolpingsfamilie ihrer Patenrolle gerecht, und ersetzte ihn.1952 unternahmen einige hartgesottene eine Bergtour zum Olperer. 1955 machte man einen gemeinsamen Ausflug zum Chiemsee, und 1958 ging es mit dem Omnibus nach Ottobrunn. Die 70-Jahrfeier beging man mit einem Festgottesdienst an der Kriegergedächtniskapelle. Nach dem Festzug wurde die Handwerksausstellung im Kolpingsheim eröffnet, die "bei der Bevölkerung ein großes Echo fand".
1960 Zum Abschied Ehrenpräses
Am 8. Mai 1960 nahm die ganze Gemeinde im überfüllten Festsaal Abschied von Benefiziaht Erich Friemel. Bei dieser Gelegenheit ernannte ihn die Kolpingsfamilie zum Ehrenpräses, für seine großen Verdienste um die Kolpingsfamilie und seinen Einsatz beim Bau des Vereinsheimes. Senior Manfred Wilfer sagte damals: "Sie waren uns in all den Jahren ein Präses, so wie ein Präses nach Vater Kolpings Willen sein soll: ein Vater unter den Seinen, ein Mann, der sich den Idealismus der Jugend bewahrt hat, aber ihn verbindet mit dem Realismus des Erwachsenen, der die Grenzen des Möglichen sieht und mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit steht." Im gleichen Jahr wurde Ehrenpräses Friemel eine große Ehre zu Teil, er durfte der Öffnung des Kolpinggrabes beiwohnen.
1960-1970 Töging – Rom – Köln
1960 wurde Erich Friemel in Töging als Pfarrer eingeführt, natürlich nahm unsere Kolpingsfamilie an der Einführung teil. Und nur ein Jahr später hatte er wieder geladen, diesmal zur Gründung der Kolpingsfamilie Töging und natürlich standen seine Garmischer Pate.1962 kamen rund 7000 Pilger in Rom zur Kolpingwallfahrt zusammen. Besonders die Ansprache von Papst Johannes XXIII. war für alle ein unvergessliches Erlebnis. 1963 feierte man das 75. Stiftungsfest mit einem Festgottesdienst und einer Bannerweihe. Zwei Jahre später fuhren 25 Mitglieder nach Köln, denn dort fand anlässlich des 100. Todestages der Kolpingtag statt. Seit 1966 hat die Zentralversammlung der Deutschen Kolpingsfamilie auch Mädchen und Frauen den Zugang zur Kolpingsfamilie ermöglicht. Nur drei Jahre später nahm die Kolpingsfamilie Garmisch die ersten Frauen auf. Unter dem Motto: "Entdecke deine Heimat" wurde die erste Auto-Orientierungsfahrt zu einer lustigen "Autowanderung". Diese Veranstaltung fand mehrmals statt, wurde aber wegen des zunehmenden Verkehrs später nicht mehr durchgeführt.
1971 Das Alpspitzkreuz wird 25
Aus Anlass des 25 jährigen Bestehens des Alpspitzkreuzes begleiteten 13 Mann der Garmischer Musikkapelle den Gesang der Gläubigen und gaben somit dem Messopfer in 2628 Meter Höhe ein besonders feierliches Gepräge
1973-1978 Feste feiern
"Wo gutes geschieh, bleibt der Segen nicht aus!" Unter dieses Kolpingwort hatte die Garmischer Familie das 25 jährige Bestehen des Vereinsheims gestellt. Neben Ehrenpräses Friemel und Dekan Matthias Brenner war der Bezirksvorsitzende Leonhard Winkler ebenso vertreten wie Kaplan Sebastian Allram. Auch 1975 gab es etwas zu feiern, nämlich das Martinsfest. Nach einigen kurzweiligen Geschichten wurde eine Martini-Gans verlost, die Bernhard Mattheisl gewann. Im gleichen Jahr begann man auch das Kolpingsheim neu zu gestallten, so wurde eine gemütliche Stube mit Kachelofen geschaffen. 1978 feierte man dann das 90. Gründungsfest unter der Schirmherrschaft unseres Mitgliedes und 1. Bürgermeisters Toni Neidlinger. Nach guter alter Tradition feierte man zuerst einen Gottesdienst, bei dem Geistlicher Rat Erich Friemel die Predigt hielt und ging dann zum gemütlichen Teil über.
1979-1987 Glückliche Kinder – 250 Jahre Pfarrkirche – ein neuer Präses
Ein großer Erfolg war das Kinderfest der Garmischer Kolpingsfamilie 1979. Kinder Eltern und Großeltern belagerten sechs Stunden lang die 13 Spielstände am Pfarrheim.1982 machte sich die Kolpingsfamilie mit dem Fahrrad auf um den Walchensee zu umrunden. Nur ein Jahr später ging es dann zu Fuß durch das Murnauer Moos. 1984 erhielt Richard Greinwald bei einer Feierstunde am Kolpinggedenktag vom langjährigen Altsenior von Kerpen die Geburtsurkunde von Adolf Kolping. Im gleichen Jahr feierte die Pfarrkirche ihr 250 jähriges bestehen. Die Garmischer Festwoche stand ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Auch die Kolpingsfamilie beteiligte sich mit zwei Festwägen und einer Fußgruppe. 1985 ging mit dem Ausscheiden des ersten Vorsitzenden Richard Greinwald eine Ära zu Ende. In Würdigung seiner Verdienste für die Kolpingsfamilie wurde er von seinem Nachfolger Michael Dorfleitner zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Im gleichen Jahr erhält die Kolpingsfamilie auch einen neuen Präses Franz Sand. Der gelernte Schlosser war bereits in seiner Heimat Partenkirchen Mitglied der Kolpingsfamilie und hatte sogar das Amt des Seniors inne.
1986
der Kolpingsohn Michael Wehrsdorf feiert Primiz an der Kriegergedächtniskapelle.
1988 Glory Day’s
Ja wahrlich glorreiche Tage brachen 1988 für die Kolpingsfamilie an feierte doch Ehrenpräses Erich Friemel sein 50 jähriges Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst bei dem zu spüren war wie sehr ihn die Menschen schätzen. Und die Kolpingsfamilie feierte ihr 100 jähriges Bestehen, Hundert bewegte aber auch hundert gute Jahre!
1991 - 1993 Ausbau des neuen Kolpingheimes
Im Zuge der Neugestaltung des Anwesens an der Prommenadestraße 13 in Garmisch fiel auch das Kolpingsfamilie Garmisch liebgewonnene Kolpingsheim der Abrissbirne zum Opfer. Zuvor hatte man jedoch alles Wiederverwertbare aus den Räumlichkeiten ausgebaut und im Pfarrstadel eingelagert. Sobald der Rohbau im Sommer 1992 abgeschlossen war, machte man sich an die Planung des Innenausbaus. Innenarchitekt Vogel musste dabei vielfach Überzeugungs- Arbeit leisten. In vielen Arbeitseinsätzen entstand so in der Freizeit der Miglieder das Heim, so wie wir es heute kennen. Im November 1993 konnte es feierlich eingeweiht werden.
2002 In memoriam Michael Dorfleitner
Mit Schrecken vernahmen die Mitglieder der Kolpingsfamilie Garmisch, dass ihr langjähriger, von allen geschätzter erster Vorsitzender, der Glasermeister Michael Dorfleitner, während eines Ausflugs in den Klettergarten an der Martinswand bei Innsbruck Ende Oktober tödlich verunglückte. Die Kolpingsfamilie trauert um ein Mitglied, das sich stets an den Idealen Kolpings orientierte und das politische, wirtschaftliche und christliche Leben in Garmisch-Partenkirchen maßgeblich mitbeeinflusste und prägte.
2003 115-Jahre Kolpingsfamilie Garmisch In memoriam Richard Greinwald
Überschattet von den traurigen Ereignissen des Herbstes 2002 fanden im Januar 2003, im 115. Jahr ihres Bestehens, Neuwahlen bei Kolpingsfamilie Garmisch statt. Hatte seit dem Tod Michael Dorfleitner der zweite Vorsitzende Georg Fink die Geschicke des Vereins geleitet, wählten die Anwesenden der GV 2003 den 29-jährigen Studienrat Markus Strauß zum neuen Vorsitzenden. Kaum ein halbes Jahr im Amt musste er den Ehrenvorsitzenden und langjährigen ersten Vorsitzenden Richard Greinwald die letzte Ehre erweisen, als dieser völlig unerwartet Anfang September von uns ging. Wie kein zweiter hatte Richard Greinwald die Kolpingsfamilie in den Nachkriegsjahren geformt und sie zu einem bedeutenden Verein mit zahlreichen Migliedern werden lassen.
Es darf daher nicht verwundern, dass die Feierlichkeiten zum 115-jährigen Bestehen der KF Garmisch in kleinem Rahmen zusammen mit der 10-Jahres-Feier des neuen Kolpingheimes im November 2003 begangen wurden.
2006 Die Kolpingsfamilie Garmisch hat wieder eine neue Fahne
Nach fast dreijähriger Vorarbeit war am 09.11.2006 für die Kolpingsfamilie Garmisch ein sehr glücklicher und von Freude gekrönter Tag, denn an diesem Abend beging man die Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne. Die Feierlichkeiten begannen am Samstagabend um 18:00 Uhr mit der Feier des Hochamts, in dessen Rahmen die Fahne geweiht wurde. Die Messfeier wurde von Präses Franz Sand und dem neuen Ortspfarrer der Pfarrei St. Martin, Martin Karras, zelebriert. Anschließend zog man in einem Festzug in die Bayernhalle, wo das Festprogramm stattfand. Die neue Fahne soll uns als Zeichen, um das wir uns scharen, Ansporn liefern zu einem aktiven Vereinsleben, in dem sich alle Gruppierungen von Jung bis Alt wiederfinden.
2007 Das Jahr der Umbrüche
Der 26. Januar 2007 ist ein denkwürdiges Datum in der Vereinsgeschichte. Nach 22 Jahren geht mit diesem Abend offiziell die Ära Sand zu Ende. Unser Präses stellte nach 22 jähriger Tätigkeit sein Amt zur Verfügung, nachdem er im September 2006 die Pfarrgemeinde Garmisch in die Hände seines Nachfolgers Pfarrer Martin Karras gelegt hatte. Die Kolpingsfamilie sagte dem scheidenden Präses herzlich Vergelts Gott für seine Verdienste um den Verein und wählte ihn als Ausdruck ihrer Wertschätzung zum Ehrenpräses. Als neuer Präses folgte ihm Pfarrer Martin Karras nach. Dies drückt die Verbundenheit der Kolpingsfamilie mit der Pfarrgemeinde aus und wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit unserem Pfarrer und Präses sowohl im Verein wie auch in der Pfarrgemeinde. Nach vierjähriger Amtszeit gab der bisherige Vorsitzende Markus Strauß sein Amt an den 30 jährigen Markus Baur ab. In seiner Laudatio sprach der stellvertretende Vorsitzende Georg Fink seinen Dank dafür aus, dass Markus Strauß 2003 sofort in die Bresche gesprungen war und den Verein vier Jahre lang engagiert und mit viel Herzblut geführt hat. Sein Nachfolger hatte von 2001 bis 2007 die Funktion des Jugendvertreters inne und freut sich auf die neue Aufgabe.
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